Als Dankeschön – Apfelkuchen aus dem Effeff…

Richtig gute Äpfel sind im Frühjahr kaum zu finden. Die Lageräpfel haben zwar den Winter überstanden, aber vielen Sorten ist das einfach anzusehen und es fehlt am Geschmack.
Alldieweil ich aber kaum bis gar nicht zur Bäckerin tauge – Bedienungsanleitungen, Benutzerhandbücher UND Rezepte sind mir ein Gräuel – gibts zum Geburtstag von „LandGlück“ den einen von den beiden Kuchen, die ich quasi im Schlaf backen kann. Einen Apfelkuchen.

Vor drei Jahren haben wir eine Wintergoldparmäne gepflanzt, eine Reine des Reinettes. Diesen festen, nussigen kleinen Apfel mit der dicken Haut und der goldgelben Farbe mit roten Sprenkeln habe ich als Kind geliebt. Im Herbst waren wir Kinder losgezogen, die „Turnbeutel“ unterm Arm und mit dem Rat meines Vaters im Ohr: „Wenn euch einer beim Stibitzen erwischt, dann behauptet einfach, das seien die Bäume vom Opa.“ Wenn ich heute eine Apfelwiese sehe, unter den Bäumen Hunderte reifer Äpfel, für die sich niemand mehr bücken mag, dann denke ich an die kindliche Panik, erwischt zu werden, und an die Bauern und Bäuerinnen, für die jede Frucht wichtig war.

Apfelknospe

Die Wintergoldparmäne vor der Blüte

Die Parmäne schwächelt noch – es haben sich Ameisen zu ihren Wurzeln eingenistet und auch das Umpflanzen auf eine kleine Warft half nicht viel – der Marschboden hier oben ist einfach kein Freund von Obstbäumen. Aber die ersten beiden kleinen Ernten haben Freude gemacht, auch wenn die Äpfel zu klein geraten waren. Bald wird sie wieder blühen.

Für den Kuchen gabs Bio-Äpfel von Loubiers aus Marne in Dithmarschen – knackig, saftig, sauer und süß zugleich. Das Rezept stammt von der Oma aus Schwenningen, deren Kuchen einfach die besten waren.

Vielen Dank den knapp 30 neuen Freunden von „LandGlück“.
Schön, dass es euch gibt.

Apfelkuchen

Apfelkuchen von der Oma aus dem Schwarzwald

Apfelkuchen aus dem Effeff

Für den Knetteig:
400 Gramm Weizenmehl
2 Tl Backpulver
2 Päckchen Vanillezucker
2 Prisen Salz
2 Eier
250 Gramm Butter
Zitronenabrieb

Für die Füllung:
500 Gramm Quark (40%)
250 Gramm Mascarpone
1/2 Päckchen Vanillepudding
2 Eigelb
Flüssige Sahne nach Bedarf
1 Päckchen Vanillezucker
Zitronenabrieb
Rosinen nach Gusto

3 mittelgroße säuerliche Äpfel

Den Knetteig zubereiten und kühl stellen.
Für die Füllung die Zutaten nacheinander untermischen und mit dem Schneebesen
od. Rührgerät zu einer glatten Masse verarbeiten. Zum Schluss die Rosinen unterheben.

Die Äpfel schälen, mit Zitronensaft beträufeln. Die Form buttern, mit dem Teig auslegen und an den Rändern
(das hab ich schon als Kind gerne gemacht) mit den Fingern andrücken.
Den Teig mit der Gabel einstechen, mit Apfelspalten von innen nach außen in einer Art Blüte belegen.
Und abschließend die Masse darübergeben.
Bei 120 Grad braucht der Kuchen in etwa 1,5 Stunden.
Die Zahnstocher-Probe empfiehlt sich. Bleibt die Füllung nicht haften,
ist sie eindeutig noch zu flüssig.
Oder wars umgekehrt?

Ein Kommentar zu “Als Dankeschön – Apfelkuchen aus dem Effeff…

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