Pelle hereby declares Pool Season officialy open…

Vor knapp zwei Wochen kämpfte sich Entenküken Pelle durch die harte Schale seines Eis. Ich weiß nicht, was er genau im ersten Augenblick seines Entenlebens zu Gesicht bekam. Mit Sicherheit dürfte es jede Menge Stroh gewesen sein und vielleicht auch der befiederte Hintern seiner Frau Mutter. Fest steht, dass Pelle zwischenzeitlich meine Gartenschuhe für seine Eltern und den Rest von mir für gerade so erträglich hält. Angesichts dessen, dass ich sein Aufwachsen auf Bildern festhalten möchte, hätte ich im Nachhinein in seiner Gegenwart auf schickeres Schuhwerk Wert gelegt. Allein schon um etwaigen Vergleichen mit seinen eigenen viel zu groß geraten Spreizfüßen aus dem Weg zu gehen.

Fest steht auch, dass das Küken ein sauberes Tempo vorlegt, wenn es darum geht, möglichst bald kein Küken mehr zu sein. Das geschätzte Dreifache seines Geburtsgewichtes dürfte er zugelegt haben. Weiterhin überproportional wachsen Schnabel und Füße. Aus dem weichen, wuscheligen Kükengewand wird nach und nach ein Federkleid. Nach dem Baden – und das gehört zweifellos zu den Highlights im Entenalltag – kann man deutlich sehen, wie das Küken die „Federchen“ aufstellt, um sie wieder trocknen zu können. Aus seiner inzwischen auch schon deutlich sichtbaren Fettdrüse oberhalb dessen, was einmal sein Entenbürzel werden soll, schnäbelt er unentwegt Fett, um damit seinen Federflaum zu imprägnieren.

Auf dem Speiseplan steht nun bevorzugt Hack, ab und an Fisch oder klein gehackte Leber oder Ei. Darüber hinaus gibt’s alles an Grünzeug, was Garten und Kühlschrank bieten: Erbsen, Bohnen, Mais, Fenchel, Salat – einfach Miniportionen dessen, was beim Kochen übrig bleibt. Das eigens für ihn gekaufte Kükenkorn scheint er für eine gänzlich überflüssige Erfindung von uns Menschen zu halten und lässt es zumeist links (oder rechts) liegen. Überhaupt: Manieren – insbesondere Tischmanieren- gehen Pelle völlig ab. Der Futternapf dient wahlweise als solcher und Klosett in Tateinheit und auch auf der Flucht wird er gerne benutzt, um Manöver anzutäuschen und mich auszutricksen.

Das Regenfass in meinem Büro ist längst zu klein für seinen Horizont. Aber noch ist er nicht flügge und sobald ich mich entferne, wird Zeter und Mordio gequakt. Im Garten gehört ihm für eine Zeit unter Aufsicht eine Art Kaninchengehege, wo er baden, futtern und panschen, planschen und in der Sonne pennen kann, während ich lese, telefoniere oder ihm einfach nur dabei zusehe, wie er die Welt entdeckt.

Für die beiden Kater entspricht er selbstverständlich zu 100 Prozent dem Beuteschema und auch wenn sie sich während meiner Anwesenheit manierlich bis desinteressiert, ja fast gelangweilt zeigen: Aus den Augen lassen kann ich ihn da draußen (noch) nicht.

Ein Anruf beim hiesigen Geflügelhof mit der Frage um ein Entenküken, als Gesellschaft für Pelle und der Hoffnung, einen der Zwerge vor dem Kochtopf bewahren zu können, mündete in der traurigen Erkenntnis, dass die Enten dort – allein auf Fleischproduktion gezüchtet – nach bereits 9 Wochen 3 Kilogramm auf die Waage bringen und damit als Spielgefährten und vor allen Dingen als Gesprächspartner für den unermüdlich quasselnden Pelle nicht in Frage kommen.
Beifang: Ente ist fortan vom Speiseplan gestrichen.

Quasseln: Freundin Scratchmo meint ja, bei Pelle könne es sich angesichts seines unermüdlichen Mitteilungsbedürfnisses auch um ein Entenmädchen handeln. Das bleibt abzuwarten. Und wenn nein – dann führt das kleine Vogeltier den Beweis, dass auch Kerle sabbeln können, was der Schnabel hergibt.

Nun steht der zweite Ausgang für heute bevor. Vorsorglich werde ich die Kater vorab füttern, um Pelle dann bei 30 Grad mit meinen nackten Füßen im Pool Gesellschaft zu leisten.

Fortsetzung folgt…

Gehege

Provisorischer Freilauf mit Logenplatz für mich

Jimmy sitz an

Der Kater sitzt an…

Pelle steht

PelleBad

PellemitElch

Pelle mit Elch

PellePutztII

PellePutztsich

PelleWasserspeier

7 Kommentare zu “Pelle hereby declares Pool Season officialy open…

  1. ScratchMo Kratz So, jetzt hast du mich … oder besser Pelle hat mich … am Wickel, fest im Griff, Ähm in der Feder … konnte ich dem Mops noch widerstehen (nix gegen dich, Eddie), wurde ich bei Eddies Frau Katze schon schwach und Hau es mich bei Pelle jetzt hin. Sakrafutz ist der niedlich Will mehr … Bilder, Geschichten und überhaupt. So. Haste nun davon Und Pelle ist eine Pellerine, Wetten?

    • Ja, hab ich eben auch gedacht. Während ich schlafe, wächst und wächst er. Ich schau jeden Morgen in ein anderes Gesicht. Toll. Und zugleich auch schade. Wobei: So ein Entenkind ist auch anstrengend im Anspruch auf Fürsorge. Insofern hoffe ich, dass aus ihm ein hübscher Erpel wird. Oder vielleicht auch eine Entendame 🙂

  2. Natürlich musste ich dann hier auch noch reingucken, und was soll ich sagen, noch so ein schöner Blog. Pelle würden wir glaub ich, sehr gerne adoptieren… wir leben seit gut zwei Jahren nämlich auch auf dem Land, nach Jahren in Aachen, Tübingen, Köln und Bonn. Allerdings nicht in unserer Lieblingslandschaft,,das wär dann, die Schleilandschaft und die Ostsee, sondern am Rande des Siebengebirges (das sind, zugegeben, vergleichsweise Hügel, aber immerhin). Auch sehr schön und vor allem sehr ländlich und ruhig und mit vielen Tieren in Garten und Dorf und drumrum.
    Bin gespannt, was hier noch so kommt.
    Liebe Grüsse, Kai

    • Hallo lieber Kai, freue mich, dich auch hier begrüßen zu dürfen. An der Schlei würde es mir auch gefallen. das ist eine ganz zauberhafte Landschaft, besonders dann, wenn man gerne mit dem Boot unterwegs ist. Du hast ja auch eine nette Reise hinter dir 🙂

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