Von Leica Noctilux, Summilux, Brennweiten und Tamtam und meinem Dankeschön an alle Leser…

Vorab ein herzliches Dankeschön an alle „meine“ Leser und Freunde, die mich diesen Entenwahn(sinn) ausleben lassen und so nett Anteil nehmen an der Geschichte von Pelle & Paula. Was wären all die Bilder, all die Gedanken und kleinen Geschichten ohne euch, die ihr hier mitlest und kommentiert?

Als meine Ponies geboren waren, hatte ich Sorgen, es ging mir nicht sonderlich gut und da waren andere Dinge wichtig, als mit der Kamera über die Wiesen zu laufen. Ich ärgere mich heute darüber, dass es nicht wirklich viele Aufnahmen gibt von den beiden Fohlen. Andererseits erinnere ich mich an viele schöne Augenblicke, in denen ich einfach nur im Gras saß und die Tiere still beobachtete.

Gegenüber liegt ein kleines Ferienhäuschen. Gisela und Jochen, ein Renterehepaar, kommen im Sommer öfter hier raus und manchmal haben sie Besuch von ihrer kleinen Enkeltochter. Das Mädchen ist blond und dürfte inzwischen knapp 10 Jahre alt sein. Wenn sie hier ist, steht sie am Jägerzaun und ruft die Ponies. Sie füttert die beiden mit gerupftem Gras und hat ihre Freude an den Tieren. Als ich das das erste Mal sah, bin ich nach draußen und habe sie auf den Hof mitgenommen. Denn da stand ich. Vor über 30 Jahren. Auch an einem Zaun. Die Pferde unerreichbar, meist hinter Strom. Vielleicht muss man ja auch nicht auf Bildern festhalten, wenn und dass ein Kindheitstraum in Erinnerung geht?

Bei den Entenküken war das anders. Ich hatte – abgesehen von einem kleinen Spatzen – bisher keine Vögel und ich habe auch keinen wirklichen Bezug zu den Tieren. Klar sind Küken putzig. Sie treffen in Gestalt und Bewegung voll und ganz das Kindchen-Schema. Aber sie waren  zumindest bisher nicht die Tiere, zu denen ich hätte so etwas wie eine Beziehung aufbauen mögen. Ich mag Ente in sämtlichen Zubereitungsarten. Sie gehörten auf den Speiseplan. Oder auf einen See, wo ich sie wahrgenommen habe, aber nicht viel mehr.

Nun lagen da im Stall diese Eier. Und es entwickelte sich die fixe Idee, sie bebrüten zu lassen und zu sehen, was die Natur da zuwege bringt.

Sowie diese „Kinderzeit“ vorüber ist, möchte ich die Enten weitgehend sich selbst überlassen. Sie sollen laufen können, wohin sie mögen und dorthin, wo sie nicht stören in der Nachbarschaft. Bis das so weit ist, kann ich nicht anders, als diese unglaublichen Wachstums- und Entwicklungsschritte in Bildern festzuhalten. Zudem offenbaren sich meinen Augen völlig neue tierische Verhaltensweisen, die mich staunen, lachen und fröhlich sein lassen.

Vielen lieben Dank also, dass hier mit dabei seid und mich dadurch motiviert, diesen doch recht beträchtlichen Aufwand zu betreiben. Es ist schön, das mit anderen Menschen zu teilen.

Seit gestern benutze ich ein anderes Objektiv (Leica Summilux) und tu mich etwas schwer, mich damit anzufreunden. Es ist weitwinkliger, was es einfacher macht, die inzwischen ja recht großen und vor allem langen Tiere auf’s Bild zu bekommen. Gleichzeitig peile ich das mit den Brennweiten und Belichtungszeiten noch nicht so richtig, sodass mir heute (leider) wunderbare Nahaufnahmen, bei denen Paula direkt aufs Objektiv zuspaziert kam, mächtig misslungen sind. Sie sind unscharf bis zur Unkenntlichkeit und wäre ich sportlicher, ich würde mich in den eigenen Hintern beißen…

Die Enten sind so lebhaft, dass die Kamera bei meiner Knipsfrequenz oft nicht mit dem Speichern der JPEG- und RAW-Dateien mitkommt. Da sehen meine Augen die schönsten Szenen und Posen, und die Technik macht nicht mit. Aber so ist das wohl, wenn man sich bewegende Objektive erfassen will.

Nachfolgend die gelungenen Szenen des heutigen Tages – einige wenige von mehr als 250 Aufnahmen 🙂

BadPelle

BlütenamGraben

Duounscharf

Ein gutes schlechtes Beispiel – eine schöne Situation – selten dazu – alles ist gestochen scharf und die Köpfe sind es nicht…

Erdbeermund

BISS zur letzten Ente – Paula schlürft Erdbeeren…

HortensieBlau

Flattermann

Die große Flatter

Sammygähnt

Samson gähnt – 30 Grad im Schatten dürften unter einem schwarzen Fell für Hitzewallungen sorgen…

PelleWasserhülle002

PelleSolo

Schilfrohr

Paulaschreitet

PaulaSolo

Phlox

PaulaGegenlicht

Pelleschnäbelt

Turtelei

PellePortrait

PaulaimNapf

BlaueStunde

4 Kommentare zu “Von Leica Noctilux, Summilux, Brennweiten und Tamtam und meinem Dankeschön an alle Leser…

  1. Jawohl – und die kleinen Unschärfen bringen nur noch mehr Atmosphäre, Bewegung und Zauber hinein. Danke fürs Teilen! Mein Kindheitstraum war, auf dem Land zu leben, nun bringst du das Land zu mir 🙂

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