Schluckweise Ente, löschweise Bilder und gerauptes Glück…

500 Liter Wasser fasst die Teichwanne für die Enten. Es dauert etwa eine Woche, dann haben Pelle und Paula das klare Quellwasser in eine trübe und müffelnde Brühe verwandelt. Die dann ausgetauscht werden muss, durch frisches Wasser. Zwar hab ich bereits überlegt, mir eine elektrische Teichpumpe zuzulegen, dann aber hatte S. die Idee, wir könnten das auch mit einem Stück Schlauch und der „Trapper-Methode“ versuchen.
„Du tauchst den etwa einen Meter langen Schlauch komplett unter, dann verschließt du das eine Ende mit dem Daumen, einem Korken oder…“
Gesagt. Getan. Daumen zu klein. Kein „oder“ gefunden. Mich an eine noch ältere Methode erinnert und (vorsichtig) das Schlauchende angesaugt.
Was soll ich sagen? Entenbrühe schmeckt, wie Entenbrühe aussieht. Ich hätte doch die Pumpe… Aber dann kam S. (patent eben), stopfte ein Stücken Korken da rein und … Das Wasser lief ganz von alleine über das entstandene Vakuum und den Schlauch in den Graben. Prost.

Ententeich

Etwa 60 von 70 Aufnahmen habe ich heute versehentlich gelöscht. (Was ich versehentlich mache, mache ich meist gründlich und sicher.) Wie ärgerlich, aber nicht zu ändern. Und dennoch hatte der Spaziergang zu etwas sehr Schönem geführt. Kurz vor Ende des Weges bleibe ich stehen, sehe in die Baumkrone über mir und entdecke die zauberhafte Raupe einer Ahorneule. Zur Erinnerung: Es ist keine zwei Monate her, da sah ich dieses possierliche, farbenprächtige und haarige Tierchen zum ersten Mal in meinem Leben. Und heute nun ein zweites Mal. Anders als die erste Raupe, die sich in herrlichem Orange präsentierte, war die von heute weiß/gelb, aber nicht minder schön. Nach der zweiten Aufnahme verabschiedete sich der Akku (Murphy’s Law). Also hab ich kurzerhand Tier mit Zweig vorsichtig nach Hause transportiert und ihr dort etwa eine halbe Stunde gewidmet, in der sich von allen Seiten langmütig ablichten ließ.

(Es lohnt sich, mit Klick auf die Bilder die Großaufnahme anzusehen)

BaummitMoosflechte

AhornrindeGrünMakroGesicht

AhorneuleVonHintenNahh

Ahorneule amStil

AhorneuleSeiteGanz

AhorneuleMacronahvorn

AhornrindeneuleLanghinten

AhorneuleRolle

„Meine“ erste Ahorneule – in leuchtendem Orange.

AhorneuleSeiteTisch

AhornrindeneuleLang

Ahorneulevonunten

27 Kommentare zu “Schluckweise Ente, löschweise Bilder und gerauptes Glück…

    • Hallo liebe Mathilda, das ist die Ahornrindeneule oder Ahorneule. Auf anderen Seiten habe ich gesehen, dass es sie in vielen unterschiedlichen Farben gibt. Meine gestern war etwas apathisch, was fürs Fotografieren sehr gut und für das Tier selbst vermutlich eher schlecht war. Ich schätze, dass es schon zu kühl ist, für die kleinen Racker :-/

  1. Hier mein Gegenbesuch 🙂
    Tolle Raupenfotos, da kann man gar nicht genug bekommen.
    Die ist ja schon besonders schön, wahrscheinlich der Falter dafür nicht, muss ich mich mal schlau machen….
    😉

    • Du hast vollkommen recht, der Schmetterling/Falter ist grau und vollkommen unscheinbar. Ich finde es irre, wie viel Aufwand die Natur für diese Entwicklungsstufe aufbringt. Über die Viecher freu ich mich riesig, weil wir hier oben nicht eben damit gesegnet sind, viele unterschiedlichen Arten dieser Tiere zu beheimaten 🙂

  2. Ein hübsches Tierchen und wirklich tolle Fotos. Aber das Schnuckelchen hat ordentliche Freßwerkzeuge unter seinen dekorativen Puscheln. Da möchte ich kein Blättlein sein 😉

    Hast du die Aufnahmen mit einem Makro-Objektiv gemacht?

  3. Wunderschön, deine Raupenbilder! Das mit der Badewanne kenn ich nur zu gut, habe nämlich selbst jahrelang die Entenwanne geputzt…nur damit sie kurz darauf wieder verschlammt war. Getrunken habe ich das Zeug allerdings nie ;). Manchmal -wir hatten einen Schlauch reingelegt- vergassen wir allerdings, das Wasser zuzudrehen und so wurde es von selbst ausgetauscht. Das Wasser kam allerdings vom See und kostete nichts.

  4. Wow, gut, dass dein Akku alle war, die halbe Stunde hat sich sehr gelohnt. Du findest aber auch wirklich immer wunderbare Modells, so apathisch finde ich sie nicht, auf dem einen Foto scheint sie sogar direkt für uns zu „posen“ 🙂 Liebe Grüße von Doris

  5. Wundervolle, wirklich zauberhafte Bilder von Deiner Raupe. Da werde ich, nur mit einer kleinen Kamera ohne zu wechselnden Objektive, richtig neidisch.

    Allerdings sieht Deine Raupe eher aus wie die hier -> http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.schmetterling-raupe.de/frbild/fremd279.jpg&imgrefurl=http://www.schmetterling-raupe.de/rpmonate/rpaugust.htm&h=240&w=320&sz=27&tbnid=YSf0Hej_jRTx0M:&tbnh=94&tbnw=125&zoom=1&usg=__hdWc11vx9OK7k7CNlUlf2xxuOzA=&docid=tSUEeIyZyeT1IM&sa=X&ei=KDc7UqfIHISftAbfwYG4DQ&ved=0CDMQ9QEwAA&dur=123

    Liebe Grüße,
    Rainbow

    • Du hast völlig recht. Das ist exakt „meine“ Raupe. Vielen lieben Dank, du hast einen schweren Irrtum aufgeklärt, entstanden übrigens auch, weil die Kleine nicht in einer Buch sondern auf einem Ahorn saß. Vielen herzlichen Dank, ich hätte sie so oder so für die Ahorneule gehalten und hatte mich noch gewundert, weshalb sie sich nicht einrollt. Das nämlich hatte die orange-farbene Raupe getan 🙂

  6. Hm, ich habe immer noch nicht kapiert, wie die Trappermethode denn OHNE Ansaugen funktioniert. Kenne auch nur die Variante …pfuideibel 😉 Musst du mir mal erklären, falls ich auch mal Brühe wechseln muss 😉
    By the Way… wunderschöne Bilder!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s