„Mein“ Sommer – in (wie meist) vielen Worten und 10 Bildern…

Für Anne und ScratchMo, deren „Sommer in 10 Bildern“ wunderschön sind und die mich motiviert haben, es ihnen nachzutun.
(Wenn ihr Lust habt, mach doch mit und zeigt uns euren Sommer 2013 in 10 Bildern. Ich werde gerne auf jeden Beitrag bei LandGlück verlinken)

Heute ist der 01. November 2013 – November – der Monat, vor dem mir – neben dem Februar – in jedem Jahr richtig graut.
Weil grau – alles wirkt dann grau, trist, trostlos. Insbesondere in einer Region wie unserer, in der weder Berge, Flüsse noch Wälder für Abwechslung sorgen.
Ein paar Kilometer weiter, drüben über dem Kanal, reiht sich Ackerfurche an Ackerfurche, so weit das Auge blicken kann.
Unterbrochen lediglich durch einige wenige Knicks und die sich ewig drehenden Windräder.

Auf den Wiesen rund ums Haus steht von nun an das Wasser, bis es dann endlich so weit ist, und der Frost den schweren Boden wenigstens gangbar macht. Für Tiere und für Menschen.

Im Garten halten sich (noch) standhaft Cosmea, Ringelblume, Brunnenkresse, einige Kornblumen, die Dreimasterblüte und vereinzelt Rosen.
Das Laub der Erlen, Eschen, Birken, Kastanien und Eichen bedeckt die Einfahrt und legt sich über alle Beete und Wege. Dass die Natur diese Ruhephase braucht, um sich fürs nächste Jahr zu rüsten, ist mir klar, ändert herzlich wenig am Stimmungstief beim Blick nach draußen. Dann sehne ich mich förmlich nach Schnee, der sich in reinem Weiß über all die Tristesse legt, sie verschwinden lässt und an sonnigen Tagen für tausendfaches Funkeln sorgt. Dann sieht es aufgeräumt aus und ich genieße diese Zeitspanne, in der ich sehen kann, was sonst nur zu ahnen ist: Nämlich all die Spuren der Tiere im Schnee. Die Abdrücke der Rehe, die sich bis ans Haus wagen, um vom beliebten Efeu zu naschen. Die unverwechselbaren Spuren der Fasane. Das Schnüren der Füchse und – brandneu für den Winter 2013 – 2 x 2 Entenfüße im Weiß.

„Mein“ Sommer 2013 war einfach schön. Er begann damit, dass aus einem Ei ein Entenküken schlüpfte – Pelle. Pelle übrigens verdanke ich auch die Freude und mein plötzliches Interesse am Fotografieren. Wäre ich sportlicher, ich würde mich in den Hintern beißen. Die ersten Bilder von ihm sind grottenschlecht. Und eine solche Chance, einem Tierkind aufs Gefieder zu rücken mit der Kamera, werde ich wohl so schnell nicht wieder bekommen.

Zum ersten Mal war auch mein Garten so in Form, dass ich ausschließlich Freude an all der Blütenpracht hatte. (Sieht man von meinen Fressfeinden, den Raupen und Schnecken ab, war das ein ein traumhaftes Gartenjahr.) Es fand seinen Höhepunkt in der Ernte, im Einkochen und Einmachen. Gefühlt habe ich den Sommer über 3000 Quadratmeter Wohnfläche mehr zur Verfügung, mit ein Grund, weshalb mir die trost- und schneelosen Monate wortwörtlich auf den Nerv gehen.

Der Sommer 2013 war auch deshalb besonders schön, weil ich durch das Blog und die dazugehörige Facebook-Seite so vielen anderen Menschen begegnet bin, die meine Freude an der Natur und den Viechern teilen. Es ist einfach schön und unglaublich wohltuend für die Seelenlage, per Klick in andere schöne Gärten oder gleich auf andere Kontinente, in andere Länder reisen zu können. Es ist schön, sich auszutauschen und zu sehen, zu lesen und nachzuempfinden, wie andere Menschen die Welt sehen.

„Mein“ Sommer 2013 macht jetzt schon Laune bei dem Gedanken an das Frühjahr 2014, in dem ich vieles umsetzen kann, was ich in der Zwischenzeit von euch und vielen anderen lernen durfte. Dafür ganz herzlichen Dank.

„Mein“ Sommer also – in 10 Momentaufnahmen:
(Meine Güte ist das schwierig, mich auf 10 Bilder festzulegen)

WickeMitZaun

HummelaufIndianerNessel

Silberbaum

PelleundPaulavorLeiter

Tagwerk

Nordsee SanktPeterPfahlhaus

LamellenpilzLangScharf

SanddornMeldorf

Schleswig RudbeckiaGelb

GänsevorMühle

3 Kommentare zu “„Mein“ Sommer – in (wie meist) vielen Worten und 10 Bildern…

  1. Für mich ist Februar der längste Monat des Jahres, und die Zeit bis zur Jahreswende verfliegt mit all den Dingen, die noch erledigt werden wollen, sollen, müssen. Wenn ich aus dem Fenster blicke, bietet sich mir ein stets im Wandel begriffenes Bild, sei es durch Lichtstimmung oder eben die Jahreszeiten. Quell grosser Freude! Dein Sommer in 10 Bildern ist wunderschön – vor allem gefällt mir die Hummel, die auf einem Bein eine Pirouette dreht…und die Enten sowieso, seufz. Kopf hoch, gib dem November-Blues keine Chance! 🙂

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