Die Wilstermarsch soll aufblühen

Wenn alles so läuft, wie sich meine Freunde Heiko und Imke Strüven vom Erlebnisbauernhof Strüven das gedacht haben, dann blühen von Sommer 2019 bis in den Herbst hinein am Nordostseekanal 20.000 Quadratmeter Ackerland für Bienen auf.

Imke und Heiko stellen dafür ihr Land und ihre Arbeitskraft zur Verfügung, finanziert wird das Projekt zum Schutz der Natur und speziell der Bienen von Unterstützern, die über Crowdfunding  angesprochen werden.

Die öffentlich und engagiert geführte Debatte über das Bienensterben und den Rückgang der Artenvielfalt ist auch an meinen Freunden, die ihren Landwirtschaftsbetrieb in an der Wilster-Au kurz vor der Burger Fähre betreiben, nicht spurlos vorübergegangen.
„Die Idee mit der Bienenweide kam uns aufgrund der ganzen Diskussionen rund um das Bienensterben. Da wollen wir auch etwas beitragen, die Bienen zu retten, also haben wir gesagt: Wir machen selbst 1.000 Quadratmeter auf einem Acker, der dieses Jahr umgebrochen werden muss und wo sonst Maisgesät wird. Und mit eurer Hilfe schaffen wir da sicher noch mehr“, erklärt Heiko in einem Video auf der eigens für die Aktion angelegten Webseite „Die Wilstermarsch blüht auf“.

https://www.startnext.com/wilstermarsch-blueht-auf

Für 50 Cent lässt sich ein Quadratmeter Bienenparadies finanzieren. Je mehr Menschen sich an der Aktion beteiligen, desto größer wird das Blütenmeer. Am Ende könnte die Blühfläche etwa so groß werden, wie drei Fußballfelder aneinandergereiht, und ein Magnet, Rückzugsraum, Nahrungsgeber und Brutplatz werden für viele Tierarten, allen voran die Honigbienen.

Als Dankeschön und gleichzeitig auch als Anreiz zur Unterstützung hat sich die Familie einiges einfallen lassen. Wer eine Bienenpatenschaft übernimmt, erhält eine Urkunde und obendrauf – gestaffelt nach Höhe des Unterstützungsbetrages – ausgesuchtes Bienen-Saatgut für den eigenen Garten, Balkon oder den Terrassenbereich, „eigenen“ Bienenhonig von der Bienenweide, hofeigenen Weidemilch-Käse, Literatur zum Thema oder einen farbenprächtigen Kalender rund um das Glück, auf dem Land zu leben, fotografiert mir.

 

Gesät wird Ende ab Ende Mai, je nach Witterungsbedingungen. Heiko hat sich für eine Blühmischung aus Bienentrachtpflanzen wie Bitterlupine, Sonnenblume, Phacelia, Ölrettich und vielen anderen Sorten entschieden.
„Wir wollen, dass von Juni bis in den späten Herbst hinein immer etwas blüht und zum Ende hin dann die schönen großen Sonnenblumen. Außerdem kann die Bienenweide auch besucht werden. Zur Bienenweide, führt ein etwa 500 Meter langer Feldweg. Man kann dort gemütlich längs spazieren“, erläutert Heiko.

Natürlich dürfen auch die Hauptakteure nicht fehlen. Die Familie hat sich mit Imkern aus der Umgebung zusammengetan, die am Rand der Wiese Bienen-Völker platzieren. „Mit Glück und einem guten Sommer kann dann auch köstlicher Honig geerntet werden.“

Die Aktion läuft gerade erst ein paar Tage und es haben sich schon viele Unterstützer*innen eingefunden. Der erste Meilenstein ist erreicht, damit ist schon ein Teil der Kosten gedeckt.

Und ab da gilt es: Wie viele Quadratmeter werden es am Ende wohl sein?


Vielleicht habt ihr Lust, das Projekt zu unterstützen? Der Beitrag darf auch gerne geteilt werden. Ich freue mich persönlich sehr, weil unsere Region doch bisweilen recht trostlos ist, was die Artenvielfalt angeht. Umso schöner ist es, wenn Menschen umdenken, insbesondere diejenigen, die die Landschaft auch maßgeblich mitgestalten – die Landwirte.

Bitte einfach auf die Biene klicken – und schon landet ihr auf der Crowdfunding-Seite und kann helfen. Vielen Dank dafür!

hotte

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