Eigentlich wollten wir das schöne Herbstwetter nutzen, um dem hiesigen Wildpark einen Besuch abzustatten. Was ich aber ganz vergessen hatte: Es sind Herbstferien. Und Corona mischt mit.
Jedenfalls waren drei der zwei großen Parkplätze so vollgeparkt, dass mein Fuß fast ohne mein Zutun das Gaspedal fand.
Fahren wir halt woanders hin …

Und dann hab ich am Rand einer kleinen Waldstraße einen kleinen Fliegenpilz stehen sehen, den ich unbedingt fotografieren wollte. Und von dort aus folgte eine kleine Tour durch einen wahren Zauberwald, die mich einfach nur glücklich sein ließ.

Wir sind durch’s Unterholz einem Bachlauf gefolgt – ich liebe Bäche und es gibt in unserer Region kaum welche. Überall standen Pilze in allen Formen und Größen, bemooste Stämme, Totholz, Farne prägten das Bild und durch das einfallende Licht entstand eine zauberhafte Atmosphäre – als es plötzlich ziemlich laut knackte.
Wildschweine?
Der Förster?
Beides?
Wir hatten Spuren von den Tieren gesehen, durchwühlten Waldboden, aufgeworfene Erde.
Und dann sah ich ihn – nur etwa 40 Meter entfernt:
Er stand da und sah zu uns herüber.
Ein stattlicher Rothirsch, der sich dann auf der anderen Seite des Bachlaufs in aller Gelassenheit von uns weg bewegte und immer wieder zu mir hinüber sah.
Selbst wenn ich das richtige Objektiv vor der Kamera gehabt hätte – ich war einfach so gebannt, so gefangen von diesem Augenblick, ich hätte kein Foto zustande gebracht.
Und dann war das große, erhaben wirkende und wunderschöne Tier auch schon verschwunden und ich wirklich ergriffen.

Da wären wir kurz darauf beinahe über eine riesige „Krause Klucke“ gefallen, einen köstlichen Speisepilz, der – wie ich nachgelesen habe – mit 80 Euro das Kilo gehandelt wird. Das Mahl für heute steht also schon fest und von den fast 3 Kilogramm Beute wird sicher der größte Teil getrocknet Einzug in der Speisekammer halten.

Und jetzt lade ich euch auf einen Waldspaziergang ein. Bei ständig wechselndem Licht und absoluter Stille.
Diese unnachahmliche Stimmung wiederzugeben, die mich in diesem weitgehend naturbelassenen Wald ergriffen hat, ist kaum möglich.

Die Fotos hier sind allenfalls ein Versuch.

(Wie immer: Bitte auf die Fotos klicken für die volle Ansicht.)

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