Rauschgelb – Gelbrausch #prosa #rezepte #herbst

Tristesse und Trübsal, Grau und Gram - gestern wurde der für seine im Norden wenig erquickliche Wetterlage bekannte November für ein paar Stunden aus seinem Konzept gebracht. Da verzog sich nämlich der seit Tagen hartnäckig über dem Land wabernde Nebel sonstwohin und räumte das Feld für eine Himmelslage, die schon fast als unanständig blau bezeichnet …

Beschwipstes Glück im Glas – … #rezepte #prosa #landglück

"Der Wurm im Apfel sagt: >>Die Welt ist rund und hängt an einem Baum.<<" (von Josef Hader) "Beschwipstes Glück" im Glas   Calvados ~ Äpfel ~ Marzipan ~ Zimt treffen sie aufeinander, kann nicht viel schiefgehen. Und im wunderbaren Rezept von Seasonette (an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür) beweist sich das einmal mehr. Mit …

Von Frauen, die auf Ziegen starren. Und Männern, die auf Männer schießen. #prosa

Nach den Bahngleisen rechts, ein breiter Weg, ein Schlagbaum - nichts weiter deutet darauf hin, dass sich hinter dieser Sperre eine wunderschöne, weitgehend der Natur überlassene Landschaft vor fremden Augen versteckt. Kein Schilderwald, keine Ge- und Verbote. Keine Schautafeln. Keine Parkplatzeinweisung. Einfach so liegt da ein echtes Schätzchen, verborgen hinter Eichen, Ahorn, Pappeln, unzähligen Birken …

Augustenlust – Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille. #prosa #gedicht #sommer2014

Augustenlust Vielleicht hat man zu dem Monat, in dem man geboren wurde, eine ganz besondere Beziehung? Vielleicht aber ist der August auch einfach einer der schönsten Monate des Jahres? So und so auch liebe ich diese Jahreszeit. Reife Früchte an den Bäumen, Zucker und Saft, von der Sonne gemacht. Am Morgen die ersten Nebel über …

Wie der Kaiser mit Sekt einen Kanal bauen ließ… #prosa #wortweise

34.879 Schiffe wurden 2012 gezählt auf ihrem Weg von Osten nach Westen und umgekehrt. Und sie allen fuhren an uns vorbei. Großkopferte und Kleinkopferte, Dicke und Dünne, Lange und Kurze, Schöne und Schiache passieren die knapp 100 Kilometer zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau. Gäbe es ihn nicht, müssten all die Segler, all die Motoryachten, Containerschiffe, all …

„So ist das Leben“, sagte der Clown. Und malte sich mit Tränen in den Augen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht.

Ich mag Katzen nicht. Ich mag nicht ihr gespreiztes Geziere, ihr schleicherisches Gehabe, ihr prätentiöses Sich-Verweigern. Ich mag nicht ihre sattsame Gier, ihre zur Schau gestellte Trägheit. Ihr lustvoll spielerisches Morden. Ihre blutigen Rivalitäten. Ihre gemahnende Leichtigkeit. Und am wenigsten ihre launischen Lieben. Ich mag keine Katzen. Und doch gibt es da eine, die hat …

Kleinbürger? Kleingeister? Kleingarten?

Alte Frauen und Männer, meist krumm und gebeugt von der Last der Arbeit, zogen Bollerwagen hinter sich her. Darauf scheppernde Gießkannen, klapperndes Gartengerät, Kisten und Eimer. Vorbei an den sogenannten Aussiedlerhöfen führte ihr Weg, über den "Katzenbach" und eine kleine steinerne Brücke zur Kleingartenanlage. Einer geschlossenen Gesellschaft, mannshoch umzäunt und eingebettet in ein Dreieck aus …

2 Fuder Weizen, 4 Fuder Roggen, 4 fette Ochsen, 8 fette Schweine, 12 fette Schafe, 2 Fässchen Wein, 4 Tonnen Bier – für eine Tulpe #prosa #tulpenmanie

"Meinen" Zeitungskindern hab ich vor nicht allzu langer Zeit von der Tulpenmanie (auch Tulpenfieber oder Tulpenwahn) erzählt. In der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts wurde die hübsche Blume zum Spekulationsobjekt der gehobenen Schichten des Bürgertums. Um es vorwegzunehmen: In dieser Geschichte hat sich kein Mensch der Schönheit einer Blume wegen ruiniert. Die "Opfer" der Tulpenkrise, …

Über das Bernsteinzimmer, Himalaja-Primeln, rabiates Federvieh und einen wunderbaren Frühling … #frühling #spring #landleben #glück

Den Garten anderer, fremder Menschen zu übernehmen - damit tritt man eine Erbschaft an, die viele Überraschungen birgt. So geschehen im Wolfsnest, das seinem Namen bei Übernahme wirklich alle Ehre machte. Verwuchert. Verwunschen. Verwachsen. Haus und Land waren fünf lange Jahre von Menschenhand unbehelligt geblieben. Im Schuppen hatten sich die Marder eingenistet. Im Haus die …

„Wenn die Katze ein Pferd wäre, könnte man die Bäume raufreiten …“ #prosa #katzen #landglück

"Wenn die Katze ein Pferd wäre, könnte man die Bäume raufreiten." (Verfasser unbekannt) Ich mag Katzen nicht. Ich mag nicht ihr gespreiztes Geziere, ihr schleicherisches Gehabe, ihr prätentiöses Sich-Verweigern. Ich mag nicht ihre sattsame Gier, ihre zur Schau gestellte Trägheit. Ihr lustvoll spielerisches Morden. Ihre blutigen Rivalitäten. Ihre gemahnende Leichtigkeit. Und am wenigsten ihre launischen …